Sonntag, 16.03.2003 23:20

Meine Gedanken kreisen immer noch eigentlich nur um Bewerbung.
Ist lustig, wie sehr sich Leute unterscheiden, wenn ich von meinem Sklaven-Arbeitsvertrag erzähle. Die eine Hälfte ist der Meinung, besser ein doofer Job als keiner und wenn ich den Vertrag nicht unterschreibe, dann tut’s ein anderer und die andere Hälfte ist der Meinung, man müsste nicht alles mit sich machen lassen und bewundert mich für den Mut, gegen den Vertrag anzugehen.
Dabei bin ich mit mir selbst nicht so recht zufrieden. Ich würde dem Chef lieber heute als morgen meine Meinung sagen und mir einen anderen Job suchen. Dabei ist die Arbeit an sich ja ganz nett. Ganz nett ist zwar nicht grandios, aber der erste Job ist scheinbar nie der Volltreffer.
Das einzig Gute: Ich bin auf keinen Fall abhängig, auch wenn manche das meinen. Also, abhängig von dem Job. Abhängig von der Großzügigkeit des Chefs mich zu ‚beschäftigen‘. Das sehe ich anders. Keinesfalls bin ich vom Chef abhängig. Wenn ich will, kann er mich mal anne Füße packen. Kann er jederzeit haben, wenn mir der Geduldsfaden reißt oder ich die Faxen dicke habe.
Klar ist ein Job besser als keiner, aber nicht um jeden Preis. Und ich bin jetzt so lange mit Sozialhilfe klargekommen, wenn auch mehr schlecht als recht und an meine Schulden denke ich auch besser nicht, aber es wäre wohl noch ein paar Monate länger gegangen.
Morgen wird der Herzliebste erstmal kopieren gehen für mich. Zeugnisse fertig machen. Und dann geht der Marathon weiter.
Und für heute ist dann Schicht im Schacht, weil leider morgen mal um 8 Uhr anfangen. *g* Ich bin halt eher Spätmensch.
Cya.

Im Übrigen ist der Herzliebste endlich mal ein paar Tage aus China zurück.
Samstag musste ich leider ein paar Stunden arbeiten, aber die Zeit ist schnell rumgegangen. Auch wenn Cheffe mich wieder in den Wahnsinn getrieben hat.
Erst muss ich zu ihm ins Büro rüber, weil er mich mit einem größeren Projekt vertraut machen will. Dann aber erzählt er mir anstelle über das Projekt tausend andere, teilweise ja auch interessante Sachen, die damit aber nix zu tun haben.Seine Art was zu erklären ist so, dass er mir erst Fragen stellt, die ich mangels Wissen sowieso nicht beantworten kann, wie z.B. was kostet ein Seecontainer von Indien nach Hamburg oder wieviel Tonnen kann ein LKW laden. Woher soll ich sowas wissen, hab ich etwa Logistik studiert? Ich finde nicht, dass solche Antworten zum Allgemeinwissen gehören, jedenfalls nicht zu meinem. Als er sich dann endlich dem Projekt zuwendet, kommen Kunden, er springt auf und lässt mich sitzen. Nach 20 Minuten bin ich dann wieder zu uns ins Büro gegangen. Soviel dazu. Als wir dann Feierabend hatten, war er immer noch mit diesen Kunden am machen. Naja.

Jez aber. Is spät 😉

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