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Der Dachs

Jahaha, wir leben ja auf dem Land. Quasi.
Und da gibt es neben vielen Katzen, Hunden, Mäusen und Ameisen auch noch andere Tiere. Gut, die Vogelpopulation hat Kittie etwas geschrumpft die letzten Jahre, aber na gut. Dafür haben wir ja zwei Vogelimbisse-nistkästen und helfen beim Nachwuchs produzieren.

Jedenfalls es gibt hier auch Tiere, die ich so als Großstadkind eher seltsam finde. So habe ich doch tatsächlich schon einen schwimmenden Biber gesehen bei uns im Fluß, kannte ich ja nur vom Bild bisher. (Ist das jetzt eigentlich peinlich?)
Und in unserem Garten, bzw. in unserem Wohnviertel lebt ein Dachs.
Unter dem Johannisbeerstrauch -baum ist eine Winterhöhle.
Die Tage muss ihn irgendwas gestochen haben, jedenfalls flitzte er von gegenüber über die Straße vorbei am Mann und zwei Nachbarn im Plausch und unseren Hang runter. Ich hab es leider nicht gesehen.
Und vor ein paar Nächten – so gegen Mitternacht – hörte ich ihn gar ganz schauerlich grunzen und brüllen, sah seine Augen im Licht reflektieren und er flitzte durch die Dunkelheit quer über unseren Hang zum Nachbarn und weiter.
Eigentlich kann ich den Weg nur anhand seiner Geräusche beschreiben.
Sehr schauerlich und ich hoffe nur, dass Kittie sich nicht eines Nachts von ihm erwischen lässt. Auch wenn Dachse angeblich Schisser sind, Kittie ist auch eine Angstkatze und dann kommt es wohl drauf an, wer mehr Angst hat. Oder so.

Jedenfalls hoffe ich nun im Sommer mal selber einen Blick auf das Tier werfen zu können. Kenn ich ja nur aus dem Fernsehen. Oder dem Zoo. :-D

Viele viele Ameisen

Als die Untermieterin sagte, sie hätte da irgendwie ein paar Ameisen in ihrem Küchenteil, da sagte ich, ja ja, ich kauf dir ein Mittel dagegen und sah das Ganze noch relativ gelassen.
Das es sich nicht um die kleinen normalen Zuckerameisen handelte, sondern um eine Nummer größer – naja, was soll’s.

Als sich die dann allerdings plötzlich in größerer Anzahl auch in unserer Küche einfanden – und NICHT etwa an der Außenwand….da kriegte ich gleich mal einen kleinen panischen ‘Wir brauchen einen Kammerjäger und verkaufen das Haus’-Anfall.
Nicht dass mir Ameisen an sich was ausmachen – ABER NICHT IN DER KÜCHE und schon gar nicht wenn nicht auszumachen ist, wo sie herkommen. Bzw. wenn es so aussieht, als würden sie aus der Zwischendecke oder Zwischenwand kommen, also schon einen verdammt langen Weg im Haus zurückgelegt haben.
Und nein, ich wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht, ob es sich dabei um eine der holzfressenden Arten handelt (eigentlich weiß ich es auch immer noch nicht, aber egal, zuviel Wissen ist eh nicht gesund).

Der Ameisentötungsfachhandel gibt drei Sorten Gift her. Solches welches in Wasser aufgelöst wird, eher unpassend der Gedanke mit der Gießkanne die Arbeitsplatte zu wässern. Dann Pulver zum Ausstreuen, auch nicht so ganz einfach. Wie sieht denn das aus, wenn sich an unseren Fußleisten ein Sandweg langzieht und unter die Küchenschränle komme ich damit auch nicht. Und dann noch die neugierigen Katzen, wo Nandi doch eh schon alles rumliegende Plastik in sich reinschlingt. Ja nee.
Blieb nur die traditionelle Dose mit Lockmittel. Eigentlich nur für die ganz kleinen Ameisen gedacht. Hm.
2 Stück kosteten unglaubliche 135 NOK/ ca. 12 Euro. Humpf.
Hab ich dann unter der Spüle am Abflußrohr unter die Schränke gewürgt, krieg ich auch ganz sicher nie wieder raus, aber macht ja nix, wenn da so ein paar Leichen rumliegen. Ameisen stinken ja sicher nicht wenn sie denn tot sind oder so.
Nun hab ich zwar auch welche im Flur entdeckt, aber die Küche scheinen sie immerhin zu meiden.
Hm….vielleicht kauf ich doch noch mal das Pulver?
Oder ich warte noch zwei Wochen und wenn dann keine mehr da sind, dann hat die Dose wohl doch geholfen und wir haben einen Ameisenstaat vernichtet.
Krieg ich ja gleich ein schlechtes Gewissen bei, aber was müssen die sich auch unser Haus aussuchen.
Der Garten ist doch groß genug, sollen sie da hingehen, da ist genug Platz und da können sie dann auch in Ruhe und Frieden leben.

Mal was aus der Natur :-)

Die auf dem Spaziergang eben noch entdeckten Himbeeren kann man nicht mehr essen, die sind wässrig.
Heidelbeeren gibt es noch reichlich, uns fehlt nur das passende ‘Sammelwerkzeug’.
Pilze sind gerade munter am Spießen, weswegen wir wieder zwei Hände voll mit Steinpilzen und Rotkappen nach Hause geschleppt haben. Obwohl Ralf ja gar keine Pilze sammeln wollte auf unserem Spaziergang.
Und die ersten bereits essbaren Brombeeren entdeckt. Sehr lecker. :-)

Ansonsten wollte ich heute am späten Nachmittag eigentlich noch die blauen Tonnen an den Zaun gestellt und mich um das Regenrohr gekümmert haben. Aber auf dem Weg dahin fiel mir auf, dass der blöde Hopfen an der Mauer schon wieder meine Sonnenblumen umklammert hielt. So ein unverschämter Kerl dachte ich, nahm die Rosenschere und ging dem Dingen endlich an die Wurzel. Weswegen sich jetzt ein Kubikmeter Hopfen und wilder Wein auf dem Weg türmen. Und meine Sonnenblumen wieder in Ruhe vor sich hinwachsen können.

Und noch was ‘unnatürliches’: Mein Zimmerchen nimmt Gestalt an. Es scheint fast fertig gespachtelt und die Decke ist das erste Mal gemalt.
Und weil ich auch endlich mal wieder sehen wollte, dass ich auch was gemacht habe, ist das zweite Kellerräumchen jetzt weiß an der Decke, grün an den Wänden und sandgelb auf dem Boden. Sehr fein. Das Ganze dann noch mal im Vorratskeller. Ich gebe zu, wir haben eignetlich anderes Dringenderes zu machen. Aber ich kann halt eh nich viel tun und deswegen brauchte ich auch mal was. Ein Erfolgserlebnis quasi.