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Immer noch nicht frisch

Oder gesund. Ich schleppe es hartnäckig mit mir rum und die olle Arztwacht wollte mir kein weiteres Penicillin geben. Dabei bin ich sicher, dass das sinnvoll gewesen wäre.
Denn immer noch Ohrenpfropf, wenn auch nicht mehr aua. Und immer noch beginne ich den Tag mit 36.9°, um dann spätestens ab 12 Uhr wieder bei 37,3° zu sein. Und dermaßen schlappig, dass ich mich auch gleich hinlegen könnte. Bah, ist das widerlich.

Die letzte Schwedenstunde wurde gemeinsam zur vorletzten deklariert, weil ich rumjaulte, ich würde mich irgendwie einfach nicht fit für den Kampf fühlen und nächsten Mal legen wir dann endgültig fest, was ans NAV und an meine Hausärztin in den Bericht kommt.

Für Freitag ein Vorstellungsgespräch für eine Stelle im Bereich ‘Schlüssel&Schloss, Beschläge und Fenster/Türen’, verdammt Papa, das ist irgendwie erblich *rofl*.
Weiß noch nicht, ob ich die Stelle will, ist soweit ab vom Schuss und so wenig Leute. Ich glaube kaum oder kein direkter Kundenkontakt, und das will ich nicht. Verdienen tun die da aber alle ganz gut *lol*. Aber das ist ja nicht alles.

Am WE die Katze war nix, dafür waren wir noch am verbotenen (privaten) Steinbruch vorbei, haben eine Handvoll Abfallstein geklaut (Quarzbruch, wird nun nur noch für Fahrwege auf der Halde benutzt) und fleißig Himbeeren gepflückt die uns in irren Mengen anlachten. 2x ein viertelpfund eingefroren und den Rest mit Vanilleeis, Sahne und Schokosoße gegessen. Njam. Lecker.

Entwurf für meinen Crazyquilt gemacht und den weißen Hintergrundstoff gewaschen. Ich freue mich shcon aufs Schneiden und Nähen, hab aber derzeit noch nicht den Antrieb.

Letztes WE Oslo

Ein sehr nettes Wochenende.
Auf minimalistische Designhotels steh ich allerdings nicht so, vor allem, wenn man auf dem Klo keine Privatsphäre hat wegen der tollen durchsichtigen Glasscheiben hinter und neben dem VOR dem Bad liegenden Waschbecken.
Mit Fernglas hätte man von den Wohnungen der anderen Straßenseite bis auf unser Klo gucken können, ganz klasse.

Das Schönste am Reisen ist das nach Hause kommen und wieder im eigenen Bett liegen.

Bin reichlich sonnenverbrannt weil vier Stunden im Vigelandpark rumgelümmelt am Sonntag. Sehr nett anzusehen, alles was auf dem Rasen lag waren Osloer und alle die rumliefen waren Touristen. So ziemlich jedenfalls. :-) )
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Und jetzt geh ich mal zum Schweden, das letzte Mal ist ein paar Wochen her und eigentlich weiß ich gar nicht, worüber wir überhaupt noch reden sollen. Hmpf. Ich kann ihm ja vom NAV-Projekt erzählen.
Dem Mädel hab ich die Gelegenheit zum Vorstellungsgespräch verschafft, das ist jetzt gleich um 11 Uhr. Ein Netzwerk ist schon was Feines. :-) Ich hoffe nur, das wird was, denn dann würde ich nämlich meinen Knaben versuchen auf Dauer bei den Sommerjobbern vom Grünamt abzuladen. Ich treff mich ja erst am 9.August wieder mit dem Leiter vom NAV und das ist mir zu spät.
Ich komm irgendwie nicht mehr so richtig in den Quark, mich um meine eigenen Bewerbungen zu kümmern, verdammt.

Gestern

Der letzte Termin mit dem Schweden vor seinen Ferien. Nett und lustig. Und eigentlich brauche ich ihn nicht mehr, uns geht der fachliche Gesprächsstoff aus. Hab ich also so ein bisschen mit ihm geplaudert. Nach den Ferien nur noch ein, zwei Wartungstermine.

Gestern in der TT-Datenbank beim letzten Kunden den Besitzer gewechselt. Damit ist ein Großteil meiner Arbeit beendet. Mittwoch und Freitag noch ein paar Stunden rummuckeln und das war’s dann beim Ex-Ex-Arbeitsgeber. So nett es auch ist, die Sachen, die mich damals gestört haben, gehen mir mittlerweile schon wieder tierisch auf den Senkel.
Meine Ex-Ex-Chefin ist mittlerweile Mitglied bei den Soroptimisten, wir werden uns also eh weiter sehen und nett plaudern können.

In Serie vier von 20 Einkaufsbeutel genäht. Immer noch nicht sicher bzgl. der Preisgestaltung. Die Produktionszeit ist bereits gesunken und während des Nähens kam ich auch noch auf eine zeitsparende Lösung der Henkelsicherung.
Materialkosten sind berechnet, fiktiv, weil ich ja nicht immer so günstig Stoff bekomme.
Wenn ich regulär einen Stundenlohn für mich rechne, dann sind die Dinger natürlich unverkäuflich. Hm.. Vielleicht eine kleine Netzsuche? Bis Freitagabend hab ich noch Zeit, dann muss ich das Kerstin zum Laminieren mailen.
Jedenfalls weiß ich, was ich Donnerstag und Freitagabend mache: Taschen nähen.

Pollack = norw. Lyr gegessen, mit TK-Wokgemüse und Gnochi.

Fertig mit dem Sortieren der japanischen Quiltzeitschriften nach ‘behalten’ und ‘verkaufen’.
Fertig mit allen Stoffen. :-)
Alle im Regal gehören zur Ausbeute der ererbten Stoffe, sind gewaschen und gebügelt.
Die die oben drauf liegen sind noch aus meinem eigenen Fundus und waren noch nicht gewaschen.

geerbte Stoffe

Alles anders als gestern

Heute um kurz vor 16 Uhr den Chef gefragt, ob er denn jetzt Zeit hätte, oder ob wir das Gespräch auf morgen verschieben sollten. Nja…*zöger*…er hätte Zeit. Nach einigem Hin und Her waren wir uns ziemlich einig, dass eine Teilzeitbeschäftigung – wie von mir als Alternativlösung zum Vertrag auflösen vorgeschlagen – nicht wirklich der Bringer ist, vor allem weil sich eigentlich an der Situation an sich nichts ändert.  Weiter keine Kunden zum Betreuen, weiter die ganze Zeit einsam und alleine im Büro gehockt.Und nachdem ich klipp und klar gesagt habe, dass ich nicht die Obereinkäuferin werden will – fällt ihm sonst auch nix richtig ein an Arbeitsaufgaben.

Außerdem: Ich wäre trotzdem nicht auf Dauer geblieben, weil ich mich nach einer Stelle mit mehr Menschenkontakt umgeguckt hätte (was ich ihm natürlich nicht gesagt habe). Chefchen – typisch norwegisch – meinte dann, ich sollte doch jetzt erstmal richtig gesund werden und dann einfach mal tun, wozu ich Lust hätte (ja, genau, ich schwimme ja wie er im Geld und kann mir monatelanges Nichtstun auch ganz locker leisten *kopfschüttel*). Mit dem Gesund werden bin ich jedenfalls einig und der Schwede ist da ganz einig. Netterweise.

Der Schwede ist nämlich mein Psychologe, bei dem ich seit Januar in Behandlung bin. Seit Mitte Dezember bin ich nämlich 50% krank geschrieben wg Depression, im Januar hatte ich das dringende Bedürfnis mich von der Brücke zu stürzen oder vor den Bus zu springen und die Überweisung und Aufnahme in das ‘Schneller zurück’-Programm des NAV Trygd  ging ganz fix. Tabletten hab ich abgelehnt, ich mochte nicht noch mehr Kontrolle abgeben, als ich eh zu dem Zeitpunkt nicht hatte und ich fürchtete mich vor den Nebenwirkungen.

So jetzt ist es endlich mal raus.
War ich doch die ganze Zeit gut im Fassade hochhalten, was mich echt was gekostet hat.
Leicht ist die Schufterei beim Schweden nicht, der ist nämlich gut und stellt fiese Fragen und man muss echt viel nachdenken.
Eines der Resultate ist eben, dass ich mich überwunden habe und mehrmals ordentlich mit meinem Chef geredet habe, statt nur das erstarrte Kaninchen zu geben, welches auf Besserung wartet, Ganz klar wurden mir Arbeitsaufgaben vorgespiegelt die es nicht gab. Und es hat echt gut getan, sich ordentlich auszusprechen. Glaube nicht, dass das in D möglich gewesen wäre.
Ein anderes Resultat ist, dass der Herzliebste und ich eine räumliche Trennung vornehmen, ich ziehe in die Einliegerwohnung, sobald die liebe Untermieterin ihre Sachen in ihre neue Wohnung geschafft hat.
Das ist für uns die Gelegenheit uns mal wieder richtig wahrzunehmen und nicht nur nebeneinanderherzuwohnen (hm, schreibt man das jetzt auseinander oder zusammen und ist das überhaupt richtiges deutsch? *grübel*)

Außerdem hab ich ausgemistet, sowohl Dinge im Kopf als auch Krams, kommt ja eh wieder genug von selber dazu.

Es geht mir wirklich schon viel viel besser. Und jetzt, wo alle üblen Gesprächshöhepunkte hinter mir liegen, kann ich mich wirklich der gänzlichen Gesundung widmen.
Und ich hoffe der Schwede kann mir dann am Ende auch verraten, wie ich nicht noch mal so zerfalle. Hmpf. Ich hab es nämlich satt nicht ganz gesund zu sein. Und ich hab auch wirklich nicht das geringste bissen Lust, das noch ein drittes Mal durchzumachen. Das ist ganz furchtbar und anstrengend und lässt eine wirklich innerhalb weniger Monate ganz schön altern. Und ich hab soviel Leben verpasst irgendwie.
Aber alles wird gut und im Gegensatz zum Jahresbeginn – wo ich dachte, es wird nie wieder gut – und vor einigen Wochen – wo ich wusste es wird gut, aber nicht wann -  weiß ich, es wird ganz bald wieder gut sein.