trotzdem gluecklich

Vor lauter Chaos ganz vergessen zu sagen, dass es mir gut geht.
Sicher hat Ralf da einen grossen Anteil dran, vor allem, weil wir ein sehr nettes Wochenende zusammen hatten 🙂
Ich verstehe auch schon mehr als noch vor drei Wochen, was das Norwegische angeht. Ich kann norwegisch telefonieren. Ich kann teilweise fuer die anderen uebersetzen.
Bei Kubus, einem Klamotten-Laden fuer je 9 Euro ziemlich coole Microfaserhosen gekauft, die von unserer Vermieterin in ÅlgĂ„rd umgenaeht werden. Ich hatte sie naemlich nach einer Aenderungsschneiderei gefragt und da hat sie sich angeboten. Super nett und ich hab mich total gefreut.
Ich kann norwegisch einigermassen lesen und wenn ich nun noch die Selbstdisziplin aufbringen koennte, mich an die Vokabeln zu setzen und auch noch ein paar norwegische Menschen kennenlernen wuerde, dann waere alles in Butter.Hatte ja begonnen, mir meine Freizeit zu organisieren, aber es macht jetzt gerade wenig Sinn, wenn ich nicht genau weiss, was kommt, sich in irgendwelche Kosten zu stuerzen.
Wettertechnisch wird es hier Herbst. Es ist schon ganz schoen schattig, hat die letzte Zeit viel geregnet. Was aber auch gut ist hier, weil ansonsten Strom und Energie ueberhaupt diesen Winter richtig teuer werden wuerde. Ein Grossteil der Energie wird hier ueber Wasserkraftwerke erzeugt und der Wasserstand lag durch einen wohl warmen Sommer gute zwei Meter unter normal.

Die Fahrt nach Kristiansand dauert im Uebrigen 3 1/4 Stunden, weil man hier nur so langsam fahren darf. Entfernungen sollte man eh nie in Zeit angeben, sondern in Kilometern. Die Strecke von ÅlgĂ„rd nach K’sand hat nur 200 km, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 65 km/h. 90 ist maximal erlaubt, viele 70 Stellen. Und auf den Europawegen, die sich offiziell Autobahn nennen, nach unseren Verhaeltnissen aber maximal gut ausgebaute Landstrassen sind, wird viel kontrolliert. Und hier geht man schon fuer wenige km/h zu viel auch schon mal eine Nacht in den Knast. Also, besser dran halten.

Eigentlich ist hier in Norwegen vieles so wie in Daenemark damals. Nach aussen scheint alles gleich zu sein, aber bei dem Blick hinein ist alles anders. Im Uebrigen, Deutschland ist keine Servicewueste.
Gestern ein Cafe wieder verlassen, da wir weder bedient worden sind, noch wurde gesagt, dass wir vielleicht falsch sitzen und am Tresen wollte auch niemand unsere Bestellung haben. Schnelligkeit ist hier unhoeflich *gg*. Die sind alle sooo langsam, ich werde noch wahnsinnig. Man hat halt Zeit. Es ist schon auffallend, dass es hier einfach genug Arbeit gibt und deswegen eine gewisse Geschwindigkeit nicht notwendig ist. Typisch deutsch vielleicht meine Ansicht, aber ich glaube, sich als Deutsche hier selbststaendig zu machen ist nur gut. 🙂 Man kann nur gewinnen, wenn man sofort reagiert und Kunden bedient. Oder so.

So. Ich geh jez doch mal, will an der Info noch mal fragen, ob man sich vielleicht fuer mich zustaendig fuehlt .-)

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