trübe Aussichten

Das Wetter ist einfach nur schwer trübselig. Es regnet seit drei Tagen und ich bin immer noch nicht motiviert genug, mich endlich mal anzuziehen. Tüdel seit dem Aufstehen im Schlafanzug durch die Gegend. Dabei muss ich unbedingt heute zum Copy-Shop. Zum ungezählten Male Zeugniskopien erstellen.
Hauptsache ich hab überhaupt noch genügend Fotos für die noch zu erstellenden vier Bewerbungen. Ist zwar keine Stelle dabei, die ich wirklich interessant finde, aber egal. Ich brauche gerade das Gefühl etwas getan zu haben, auch wenn es nicht wirklich sinnvoll ist.

In dem Haus in dem ich wohne, wohnt eine junge Frau in einer Wohnung so groß wie meine. 30 qm. Eigentlich sogar etwas mehr, weil sie eine Dachschräge hat. Diese junge Frau zahlt 100 € mehr Kaltmiete als ich, mal so nebenbei bemerkt. Ganz schön happig. Diese junge Frau zieht jetzt aus. Eine andere Mitmieterin hatte mich gefragt, ob ich nicht in diese Wohnung wechseln will, damit ich nicht mehr über dem Keller wohne. Grundsätzlich keine schlechte Idee, auch wenn ich nicht weiß, was bei mir demnächst passiert. Nun hab ich also mal in die Wohnung reingeguckt.

Die junge Frau hat zwei Katzen, davon geht eine ab und an mal raus, die andere traut sich nicht. Ich dachte ja, bei mir wäre es schon ziemlich siffig und hab schon immer ein schlechtes Gewissen, wenn mein Katzenklo nur noch 5 cm Einstreu aufweist oder ich mich nur 1x statt 2x am Tag zum Klumpen rausholen aufraffen kann. Äh ja.
Den Gedanken kann ich ablegen. In die Wohnung zieh ich mit Sicherheit nicht ein. Eklig. Das Katzenklo, welches in der Küche (!) steht, hat 2 cm Einstreu und muss angesichts der Menge an nicht verbuddelten Katzenhaufen vor locker 5 Tagen das letzte Mal gesäubert worden sein. Es stinkt total nach Katze. Die Wände sind schmutzig weiß und überall hängt die Tapete in Fetzen, weil die Katzen ihre Krallen gewetzt haben. Hmpf. Nee lass mal. Das brauch ich ja nun gar nicht.
Dazu kommt, dass die ‚Küche‘ ein schmaler Durchgang ist, der zu einem Zimmerchen von ca. 7 qm führt, dessen Fenster den Blick genau auf das Klo des Gegenüber zulässt. Und irgendwie ist das Zimmer auch nicht so recht nutzbar. Man müsste einmal komplett um das Bad herumgehen, welches als Block eingestellt ist, damit man überhaupt ins Zimmerchen kommt.
Neenee, da wohn ich doch lieber noch einen Winter über dem Keller. Sollte ich wirklich hier wohnen bleiben, werde ich dann tatsächlich mal den Fußboden dämmen. 🙂

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