trübselig

Ist es draußen und auch bei mir drinnen.
Den Winterpulli wieder aus dem Schrank geholt.
Das ein oder andere erfolglose Telefonat geführt.
Nicht den Schwung kriegen, was Neues zu beginnen. So oder so. Der zweite Teil vom Abwasch liegt noch von gestern im Becken.
Gestern Abend mal den Dreh gehabt, was ganz anderes zu machen. Ein Konzert von zwei Gruppen besucht, die ich nicht kenne. Zusammen mit dem Herzliebsten, der ja seit Monaten irgendwie im Winterschlaf liegt. Die erste Band hat schnörkellos Rock’n Boogie gespielt, mag ich ja eigentlich sehr gerne. Leider war der hutzelige Leadsänger schwer unsympatisch. Da die Jungz aus der Schweiz kamen, war angesichts des Lärmpegels nicht klar, ob die jetzt in deutsch oder Englisch singen.

Also: Musi an sich gut zum Mitwippen (ich mag ja Boogie und Rock’n Roll), der Sänger schlecht.

Die zweite Band spielte laut Ankündigung ‚Frickel-Rock’n-Roll mit einem Schuß Soul‘. Äh. Ja. Ich kann nur sagen, es war laut.
Meine Leidensfähigkeit hat sich auf eine halbe Stunde beschränkt. Ein schwer narzistischer nicht-singen- könnender Sänger. So’n Milchbubi mit ohne Hemd, also freiem Oberkörper, der sich selbst (also der Typ) ganz toll fand, aber so’n relativ muskelloser Milchbubi-Oberkörper reizt dann doch eher zum Lachen.

Die Percussion war toll mit einem normalem Drummer und einem Percussionist. Die Gitarre war ein dicker Mann mit langem schwarzen Haar, der sich als total überschminkte Frau mit Faltenrock zurechtgemacht hatte. Der Übergang zwischen bekloppt, albern und exzentrisch ist ja sehr schmal und liegt vermutlich im Auge der Betrachterin.

Grundsätzlich war es jedenfalls lustig, einfach mal sinnlos 6 Euro für etwas auszugeben, was frau nicht kennt und was auch nicht unbedingt interessiert. Ich brauch mal neue Impulse. 🙂

Was die neuen Impulse angeht und das sinnvolle Verbringen von Zeit, so schwanke ich gerade zwischen ehrenamtlicher Mitarbeit bei der Hannöverschen Tafel (wäre einfach, weil hatte ich in Bremen ja schon mal, kenne also Abläufe), mehr Sport (das Unisemester fängt nach Ostern an und wie wär’s mal mit Triathlon, dreimal die Woche Training, je eine Disziplin und ich hasse Fahrradfahren!) oder Mitstudienren als Gasthörerin. Oder einschreiben für einen spannenden Studiengang wie Berufschullehramt Farb- und Raumgestaltung oder Wirtschaft. Frau lernt ja nie aus.

Natürlich bleibt weiter bewerben das Wichtigste. Bloß soviel tut sich nicht, es gibt wenig Stellen und Punkt. Mittlerweile sieht das ja Thorsten sogar. Gestern hat er sich dazu hinreißen lassen zu sagen, dass er ja sieht, dass es schwierig ist, zur Zeit neue Jobs aufzutun. Aber wird schon irgendwann wieder alles gut.

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