Über die neuen Bücher

Ja, die vielen Bücher in meinem Gepäck.
‚Lucy in the sky‘ – Frauenschmonz, hab ich auf der Rückreise in einem Rutsch durchgelesen. Nett, sehr nett. Kann man behalten.

Auch bereits durchgelesen ist ‚Gut gegen Nordwind‘, ein E-mail-Roman. Von Miriam geschenkt bekommen. Welch seltsames Ende. Aber wenigstens rein theoretisch mit Möglichkeiten. Lässt mich gedanklich vor mich hinphilosophieren und ich klammere mich an den Gedanken, dass die Hauptfigur könnte wenn sie wollte.

Von den anderen hab ich noch nichts angefangen, hab gerade erst ‚Die Zeit‘ fertig gelesen.

Weitere Neuzugänge:

Jodi Picoult – In einer regnerischen Nacht. Ich sammel mich langsam ran an die Vollständigkeit. Ich mag ihre plötzlichen Wendungen und ihre gewählten Themen. Und dass man kurz vor Schluss – wo man meint zu wissen – doch noch wieder überrascht wird.
Hier geht es um Tötung auf Verlangen, ein Cousin eines Ehepaares tötet seine schwerkranke Frau. Daran zerbricht die Ehe des Paares denn er ist der Dorfpolizist und vertritt das Gesetz, derweil seine Frau die Tötung befürwortet. Ich bin gespannt.

Ralf Isau – Das Netz der Schattenspiele. Gebraucht und gebunden. Jugendbuch. Ich hab ein Herz für Roman in virtuellen Welten. 🙂 Ralf Isau schrieb ‚Pala und die seltsame Verflüchtigung der Worte – sehr empfehlenswert.
Dieses Buch erinnert mich allerdings sehr an Wolfgang/Heike Holbeins ‚Schattenjagd‘. Ein Cyberspiel macht sich in den Weiten des Netzes selbstständig und überwindet alle Sicherungssysteme.

Jennifer Donelly – Das Licht des Nordens. Zuvor hatte ich von ihr ‚Die Teerose‘ und dann ‚Die Winterrose‚ gelesen. Ganz fantastische historische Romane, definitiv zu den Besseren gehörend. Dieses hier spielt 1906 in England und ich hoffe, es ist so gut wie die anderen beiden. Allerdings ist es eine andere Geschichte.

Günter Wallraff – Aus der schönen neuen Welt. Nachdem ich seine Erlebnisse als Farbiger in Deutschland im Zeit-Magazin gelesen hatte, konnte ich trotz des recht üppigen Preises von 14 Euro für ein 311-Seiten-Taschenbuch nicht mehr dran vorbeigehen. Ich mag seine Art im Dreck zu stochern. Nicht so penetrant marktschreierisch wie Michael Moore, sondern irgendwie anders. Nachdenklicher machend. Irgendwie.

Michelle Rowen – Ein Sarg für Zwei. Der Name sagt es schon. Frauenschmonz in der Vampirklasse. Der erste Teil ‚Ein Anfang mit Biss‘ fiel mir beim Buchhandlungsstöbern vor längerer Zeit in die Hand. Dessen erster Absatz lautet: ‚Für eine Tote fühlte ich mich verblüffend gut. Ich nahm jedenfalls an, dass ich tot war; denn das Erste was ich wahrnahm als ich die Augen aufschlug, war, dass mich jemand im kalten Boden begrub.‘ In dem Stil geht es in einem irren Tempo weiter und es ist einfach nur witzig. Auch wenn ich Vampirromane eigentlich total bescheuert finde (wenn ich bedenke, dass mir danach dann diese unsäglichen Biss-Bücher in die Hände fielen, dann finde ich erst recht, dass Vampirromane bescheuert sind).

Dieter Moor – Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht. Der Schweizer ist Schauspieler und Moderator und zieht mit seiner Frau aus der Schweizer Postkartenidylle auf einen Bauernhof nach Brandenburg. Wie schon mal früher erwähnt: selber Ausländerin mag ich Geschichten von Menschen, die von einem Land in ein anderes ziehen und ihre Beobachtungen menschlicher und sprachlicher Art veröffentlichen.

Markus Zusak – Die Bücherdiebin. Eines der ‚Beim Stöbern entdeckt‘-Bücher. Mehrmals in der Hand gehabt und dann doch gekauft.
Angesprochen von der seltsamen Inhaltsangabe. Eine Jugend im Krieg, mit dem Tod als Ich-Erzähler. Äh ja. Muss ich doch mal lesen.

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