Die ersten 20 Jahre

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Dies ist in erster Linie für mich und ihr dürft gucken. Und lachen. 🙂
Es ist nur für den – wenn auch äußerst unwahrscheinlichen – Fall, dass mir doch mal das Haus über dem Kopf wegbrennt und dann ist dies hier alles was übrigbleibt :-/ Und ja, ich bin da etwas paranoid. Hängt irgendwie mit der Kombination norwegisches Holzhaus mit alter Elektrik und Holzofen zusammen. 😀

1979

Meine Einschulung.
Ja, meine Schultüte war ungefähr so groß wie ich, meine damals beste Freundin einen ganzen Kopf größer als ich. 🙂

1984

Ich gebe zu, ich gucke nur artig, der Eindruck täuscht 🙂
Mehrere Jahre hab ich im TvdH Haarentor Handball gespielt. Irgendwann waren dann andere Dinge spannend.
In meiner Erinnerung waren wir ein ziemliches Looser-Team, zumindest mir ging irgendwie der Ehrgeiz ab. Außerdem waren wir immer die Jüngsten in der Liga, aber das kann ja eigentlich nicht sein. Oder?

1987

Klassenfahrt St. Andreasberg in der 7. Klasse. Ich war süße 14 und nicht so angesagt in der Klasse, weil ich nie so aussah wie alle anderen.
Der Pullover ist übrigens von Aldi, weiß ich noch ganz genau. Meine Haare gingen bis zum Ellbogen und ich hatte die erste Brille. Mit ganz schmalem rotem Metallrahmen und unten mit Fäden als Halt. Damit die bloß nicht so auffiel.

Mai 1987

Konfirmation wie unschwer zu erkennen.
Ich hatte lange aber dann doch erfolglos für eine Hose gekämpft.
Gegen die Blümchen hatte ich mich an und für sich erfolgreich gewehrt, bis sie mir auf dem Weg in die Kirche gewaltsam von Oma in die Hand gedrückt wurden. Bah.Fiese Dauerwelle, aber das war halt modern zu der Zeit *rofl*. Glücklicherweise nicht zu erkennen sind die mördergroßen Ohrringe. Sehr grausig.

Juli 1987

Ich durfte mit dem Bürgerfelder Turnerbund auf das legendäre von meiner besten Freundin Nanchen so geliebte Spiekeroog-Zeltlager mitfahren.
Damit ich mitfahren durfte, musste ich vorher erstmal den Freischwimmerschein machen. Ich war 15. Ich erlitt unter lauter Kindern ein Schwimmkurstrauma ;-).
Zur Miss Spiekeroog-Wahl mussten sich alle Teilnehmenden verkleiden. Ich wurde damals Zweite in diesem superschicken Outfit, musste mich einer süßen Neunjährigen geschlagen geben, hatte aber immerhin Kannibalin Cordula überrundet.

1988

Man beachte die Brille. Is die nich cool? Für damalige Verhältnisse eine sehr kleine Fassung im Schmetterlingsstil der 50er. Mitte der 90er habe ich die Fassung für Sonnenbrillengläser genutzt, da war es dann eine sehr große Sonnenbrille.Und diese Haarpalme hab ich echt zur Schule getragen, nur noch höher. Hatte ich mal in irgend’nem Frisurending gesehen.
Und, und, und dieses Hemd war echt mal neonpink und die Hose neongelb UND ich war in der Schule die einzige, die das anhatte.

1990

Abtanz vom Fortgeschrittenen-Kurs. Der Rock ist bekannt, es ist das untere Teil vom Konfirmationsrock. Modern waren diese fiesen Stretch-Bauchweg-Gürtel, hab den Namen vergessen. Die Strumpfhose ist genauso schreiend pink wie die Bluse und was nicht zu erkennen ist: Ich habe zur Feier des Tages neonfarbbige Schnürsenkel in die Haare eingeflochten.
Öhm, die Eltern meines Tanzpartners hielten mich nicht für geeignet, mit ihrem Sohn weiterzutanzen. Oder er hat es nur als Vorwand benutzt. Sehr gemein.

1990

JA! Fotosession. Ich hatte da ne voll coole Brieffreundin in Hannover!. Die war genauso dolle Madonna-Fan wie ich und hatte noch viel abgefahrenere Klamotten als ich 😀
Und wir haben mehrere Male Fotosessions veranstaltet.


Is das nich umwerfend 🙂
War ich doch mal jung und gutaussehend, jetzt bin ich nur noch gutaussehend. *frechgrins*
Die Klamotten gehörten zum Großteil meiner Brieffreundin. Leider. Naja, in diesem Fall bloß der Pullover. Ich hatte dann später so einen ähnlichen. Madonna-Fans unter sich halt. *g*

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Die Hose war übrigens meine herzallerliebste Lieblingsjeans *schauder*. Mühsam mit der Nagelfeile Löcher gefeilt, die zum Teil wieder zugenäht, diverse Flicken zwischen den Beinen, weil durchgescheuert. Mit Edding und Kugelschreiber bemalt und mit Sicherheitsnadeln versehen.


Mit den Jahren hat sie dann nich mehr gepasst und wurde dann von mir feierlich verbrannt im Garten mit Nagellackentferner. Wobei ich dann aus Rührung geheult hab, Mama angerannt kam und mitgeheult hat.
Und vermutlich heilfroh, dass das Mistding endlich weg war.

1990

Trampermonatsticket-Tour mit einer Schulfreundin – 30 Tage mit der Bahn durch Deutschland. da wir noch nicht 18 Jahren wurde Interrail untersagt.
Unsere Planung reichte von Flensburg bis zum Bodensee und von Duisburg bis Hannover (ich weiß nicht, wieso wir den Osten ausgelassen haben. Ich vermute mal, die Wende war noch nicht lange genug her oder so) und ich habe echt viel gesehen.


Auch auf dieser Tour bei besagter Brieffreundin. Das Grün im Haar war eigentlich ein Unfall. Wir hatten in Kiel in der JH zwei Mädelz getroffen die sich die Farbe gekauft hatten. Wollte ich auch. Im nassen Haar war das auch echt nur ’ne dünne Strähne. Aber trocken halt irgendwie ziemlich viel Haar. Meine Eltern hab ich dann per Tel vorgewarnt, ich hätte versehentlich grüne Haare *gg*
Die Hose ist natürlich selbstbemalt.

1991

Das ist dann auch wieder ein Besuch bei der Brieffreundin. Dieses Jackett gehörte mal meinem Opsa und ich hab es heiss und innig geliebt. Das war gerade so die Zeit, wo diese Jacketts IN waren, oder Opa-Westen oder dieses alten Glanzschlafanzüge als Oberteile. Und die Flohmärkte waren voll davon. Cool. 😀

1991

Mein liebster Petticoat. Hab ich erst 2003 vertickt.
Äh, im Übrigen, mit diesem Ding, sowie exakt dieser Corsage und dem Hut bin ich zur silbernen Hochzeit meiner Oma gegangen. Sah ziemlich klasse aus.
Ich gebe zu, ich war doch ein bisschen abgefahren. So im Nachhinein betrachtet 🙂