Vergangenheitssprung

Heute nach unserem Frauentreffen bin ich an meiner alten Hochschule vorbeigefahren. Dieses Wochenende ist Tag der offenen Tür. Das erste Mal, dass ich da so richtig wieder hingegangen bin nach dem Studium.
Gleich im Eingang eine Lehrende getroffen, die ich mit Sicherheit nicht treffen wollte. Naja, für ein freundliches ‚Guten Tag‘ – Handgeschüttel hat es noch gereicht.

Ein Rundgang reicht, dachte ich mir. Ich war in dem Architektentrakt durch und schon fast bei der Treppe, als mir einfiel, ich könnte noch einen Blick in M.s alten Arbeitsraum werfen, einfach zum Erinnern. Getroffen hab ich dort so einsam und allein: Bianca.

Hat morgen früh Diplomabgabe und war dementsprechend dünnhäutig und bis zum Schmerz angespannt. Ich hab mich total gefreut, wie jedesmal wenn ich sie sehe und erstmal kräftig in den Arm genommen, geknuddelt und seelischen Beistand geleistet. Dann hab ich ihr noch ein Stündchen geholfen und ein paar Sachen aufgeklebt. Damals bei meinem Diplom hat
sie mir auch geholfen, wie mir dann eingefallen ist. Manches ist Schicksal nicht Zufall.

Außerdem hab ich noch zwei andere Mädelz getroffen, die ich total gern mag. Frauen sind mir einfach näher als Männer. *g*. Wenn mir Detmold selbst auch nichts gibt und ich der Meinung bin, nichts dort zurückgelassen zu haben, so ist doch die Erinnerung an die ein oder andere noch sehr stark und die Freude beim Wiedertreffen maßlos.
Glücklicherweise ändern sich Email- und Mobiltelefonaddis nicht so schnell wie Postadressen. Da bleiben manche auf jeden Fall erhalten, wenn auch der Kontakt eben nicht soo dolle ist. Offline-Kontakt ist einfach netter. Und manche haben’s halt nicht so mit dem Computer. Fällt mir schwer einzusehen und zu akzeptieren. Aber ist halt so. Ich gehe
viel zu oft zu selbstverständlich davon aus, dass für alle in meiner Altersklasse der Computer was völlig Normales ist und Bestandteil des Alltags.

Ich futter gerade das vierte halbe überbackene Brötchen. Einfach etwas Schmand drauf, ne Scheibe Pute, Tomate, Gurke und Käse und 10 Minuten in den Ofen. Lecker warm und *schmatz*. Und günstig.

Meine Augen brennen vor Müdigkeit, weil gestern mit Iris auf Manuelas Sofa geschlafen und abgesehen davon ,dass es eh ungefähr drei Uhr morgens war, als wir ins Bett gegangen sind, haben wir noch wieder Stunden geschnackt. Keine Ahnung, wie spät es beim Einschlafen war, auf jeden Fall war das Weckerklingeln um neun Uhr einfach nur schwerst gemein.

Dabei hab ich T. versprochen, dass ich gleich noch rüber komme und auch dort bleibe. Morgen Abend fahre ich schon wieder nach Oldenburg. Die Katzen sind im Moment echt viel allein. Tut mir total leid, andererseits wären sie auch den ganzen Tag allein, wenn ich ganz
’normal‘ zur Arbeit wäre. Immerhin sind sie zu zweit, was schon ein großer Vorteil ist. Nandi hatte heute eine miese Begrüßung von mir. *g*
Sehen und Salbe ins Auge schmieren waren eins. Um mich herum liegen Papierberge. Weiß auch nicht, wo die so plötzlich herkommen. Ich vergesse bestimmt was.

Ach ja, das Casting war übrigens für Nüsse. Voll Banane und nur dazu da, hoffnungsvollen Menschen (wir reden hier nur über Hoffnung, nicht über Intelligenz!) Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn nur ein drittel aller Eingeladenen das macht, dann sind die von dieser Agentur um ziemlich viel Geld reicher. Voll die Zeitverschwendung und ich hätte es vermutlich wissen sollen. *ggg*

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