Vom Alltag

Wenn einer der Alltag nicht mehr spannend genug erscheint, um darüber zu bloggen, dann ist irgendwas nicht richtig. Oder?
Vielleicht habe ich aber auch nur das Gefühl, ich hätte von allem schon mal geschrieben.
Oder es beschätigen mich zu viele Dinge, von denen ich glaube sie interessieren nur mich, oder ich jammer zuviel rum (okay, das tu ich ja auch :-))
Oder es beschäftigt mich derzeit einfach zu sehr, den Kopf über Wasser zu halten oder ich habe schlicht wieder mal zu viel an der Backe und keine Zeit für nix, ausser natürlich, dass ich gerne meine Nase in ein Buch stecke und die Welt vergesse – inkl. aller selbstgemachter Leiden.

Was passiert also an der Nähfront: Ich habe fast den ganzen Januar nicht genäht. In jedem Fall habe ich dieses Jahr zuhause noch nichts klamottentechnisches genäht, steht doch der Computer auf dem Overlockplatz, und die Overlock steht unten drunter im Nähmaschinenschrank. Und so lange ich nicht weiss, wo ich mit diesem verd… Computer hin soll habe ich leider keine Klamottennähmöglichkeit. Ach nee, gelogen, ich hab sie ja gestern aus dem Schrank gezerrt um eine einzige Naht zu nähen und jetzt steht sie unter dem Nähtisch im Fluchtzimmer auf dem Boden. Aber es ist unkomfortabel, steht doch auch das alte Bügelbrett (das alte weil kleiner als das neue) im Fluchtzimmer, weil auf dem Bügelbrettplatz im Wohnzimmer steht der Drucker auf der Kiste. Hab ich irgendwie noch nicht wieder in den Keller verfrachtet nach der Installation.
Eigentlich sollte ja alles in die Werkstad aka Aussenhaus, aber das hab ich noch nicht endgültig entschlosssen, weil dann würde ich ja irgendwie nur noch da drüben sitzen denke ich. Eigentlich wäre mir doch lieber der Rechner wäre hier im Haus. Hmpf….oder so. Aber vielleicht sollte ich es doch mal versuchen wenigstens?

Was ich aber doch genäht habe ist halt Nr. 1 der Quiltverbandsherausforderungen – kann ich ja nicht zeigen vor März und mit Nr. 2 hab ich angefangen, das ist glücklicherweise nicht sooo gross.
Gestern fertig geworden ist ein Läufer aus einem ziemlich teuren Charmpack, das kann ich die Tage mal zeigen, aber erst muss noch das Charmpack bzw. die Fotos in den Shop.
Dann habe ich in den Spulen aufgeräumt und um Unterfadenspulen leer zu nähen die Kiste mit den Fourpatches – also 2×2 Vierecke – vergrössert. Ich hab da von einem Tausch ganz viele 10cm-Quadrate und die verarbeite ich jetzt bei solchen Gelegenheiten, irgendwann wird mal ein Quilt draus. 🙂 Dabei hab ich mir dann ja wie gesagt in den finger genäht, ist übrigens wirklich nicht schlimm, ich hab gestern mal drauf geguckt. Das einzig Nervige wird sein auf das Auswachsen des gesplitterten Fingernagels zu warten. Aber bei mir wächst ja alles schnell, insofern kann das nicht lange dauern.

Bei der Arbeit an der Kasse hab ich irgendwann vor ein paar Wochen angefangen, ein aus gefühlten 100 Teilen bestehendes Bauernhemd zusammen zu nähen, den Stoff hab ich schon ewig liegen, bzw. ich habe Anfang 2011 mal die Teile alle zugeschnitten und scheiterte dann an Punkt 1 der Anleitung. Wenn man nämlich noch nie ein Hemd aus der Nähe betrachtet hat und sich überlegt hat wie das wohl genäht ist, dann hilft es wenig wenn da steht ‚den Kragen an den Ecken zusammennähen‘. Weil ich ja gar nicht wusste, wie der hinterher aussehen soll. Also an welchen Ecken dann bitteschön, an den langen oder kurzen? Und wieso guckt da ein cm hervor auf der einen Seite? Wie soll das denn gehen? Also, ohne meine Kolleginnen, die schon Festkleidung genäht haben, hätte ich bis heute nicht begriffen, was ich da eigentlich machen soll.
Aber jetzt ist es fast fertig, ich muss noch den Kragen drannähen und unten die Abschlüsse, sowie an den Armmanschetten zwei Knöpfe und Löcher. Es ist nicht umwerfend, der Stoff – aquafarbene Viskose in B-Qualität – ist äussert blöd zu nähen und beim Bügeln kriegt das sofort glänzende Stellen, egal auf welcher Temepratur man bügelt. aber immerhin weiss ich jetzt dann wie es geht und vielleicht VIELLEICHT mache ich das noch einmal in einem besseren Stoff.

Katzen: Wimmel lässt sich nicht bürsten und verfilzt so vor sich hin, aber das ist schlicht des Mannes Problem weil seine Katze. Ich hab jetzt mal mit der Schere die ersten Filzknollen rausgeschnitten, wird sie halt ein bisschen löchrig die Katze. Der Mann will sie dann im Frühjahr scheren lassen…muss er selber wissen. Vielleicht sollte er eher mal jemanden fragen, wie man der Katze bürsten lassen beibringt (wink Richtung Pålsnes, hihi :-)).
Kittie erwacht langsam aus dem Winterschlaf wie mir scheint, die letzten beiden Tage war sie mehrfach draussen. Um dann unter dem Aussenhaus der Werkstatt zu warten, bis ich oben die Balkontüre aufmache und rufe. Um dann in Turbotempo auf den Balkon zu kraxeln und reinzukommen. Scheint warm da unter der Werkstatt zu sein. 🙂 Bedeutet jedenfalls, dass ich die nächsten Wochen immer mal gucken muss, wo sich Kittie befindet. 🙂

Verrußung des Hauses: Nichts neues, ausser dass die Versicherung nichts zahlt. War aber ja zu erwarten. Ich gucke wenn es sich vermeiden lässt nicht an die Decke oder die Ecken und übe mich im Ignorieren um nicht völlig gefrustet zu sein. Nach der Heizsaison geht’s dann los – wieder mit renovieren, aber das überlasse ich komplett dem Mann, em macht sowas Spass. Glaub ich. Hoffe ich. Mir sind sogar die Farben relativ egal.
Aber einen neuen Holzofen brauchen wir in jedem Fall, unser ist ja schon aus den 80ern und fällt langsam auseinander. Ein grosser Spalt neben der Tür und oben drauf ist ein Haarriss zu sehen.
Da brauchen wir dann leider ein neues Loch im Schornstein, weil die neuen Øfen alle höher sind als unser kleiner alter. Was wiederum doof ist, weil wir grünen Schiefer als Verkleidunghaben und den hab ich schon ewig nirgendwo mehr gesehen. Aber das gibt sich dann schon irgendwie.

Arbeit: Da geh ich jetzt mal hin.

 

 

 

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