Vom in den Finger nähen und anderem

Eigentlich ein normaler Sonntag, mit ein bisschen Abhängen, ein bisschen Anmelder-Tabellenverwaltung für das Quilttreffen im März. Ich hatte ja volle Kontrolle über diese 300 Anmeldungen, aber jetzt kommen so diese ‚ach ich kann doch nicht‘, ‚ich bin zwar spät dran, aber kann ich doch noch‘ und ‚ich will lieber einen anderen Kurs‘ oder ‚Wenn der Kurs nicht ist will ich lieber den Kurs und dann doch noch Abendessen an dem Tag, aber an dem doch nicht‘ – Rückmeldungen. Plus ‚Bin ich überhaupt angemeldet?‘ und ‚Ich bin angemeldet, hab aber vergessen wofür‘-Mails.

Dann habe ich einen Läufer fertig gequiltet und runde Kreisen appliziert, muss ich noch fotografieren. Davon wollte ich eine einfache Anleitung machen auf dem neuen Quiltblogg.com. 🙂 Was derzeit noch unter quiltekunst.blogspot.com/no läuft. Ich muss noch die Domäne umziehen. Für dieses Jahr habe ich nämlich ja den guten Vorsatz, tiefer in die norwegische Quiltszene vorzustossen und gratis Anleitungen sind ein guter Weg denke ich 🙂

Dann ein bisschen aufgeräumt und ein paar halbleere Unterfadenspulen zurecht gelegt. Immer wenn ich das mache, dann nähe ich eine Serie von kleinen im Endstadium dann 7cm grossen Fourpatches in Serie, hervorragend geeignet zum Fadenreste wegnähen und ich brauche die 4″/10cm Quadrate auf, die ich mal getauscht habe vor einigen Jahren. Für eine grosse Decke brauche ich zwischen 500 und 600 Fourpatches. 🙂 Ich habe gestern gezählt, in der Kiste sind 100 🙂 Dauert also noch etwas.

Und bei diesem Nähen….ich wollte noch ein letztes, aber irgendwie hüpfte da was oder wie auch immer, jedenfalls hatte ich meinen linken Zeigefinger unter der Nadel und bevor mein Gehirn überhaupt registriert hatte, dass ich mir in den Finger genäht habe hatte ich den da auch schon wieder rausgerissen. Erst als ich dann per hingucken den zersplitterten Fingernagel und die aufgerissene Fingerspitze sah…es hat ungefähr 10 Sekunden gedauert mit dem Finger im Mund aua-murmelnd in Bad zu gehen, zwei schon vorgeschnittene Pflaster drum zu wicklen und mich erstmal mit leicht schwarzrandigem Blick aufs Sofa fallen zu lassen – bevor ich auf dem Boden aufschlage.
Es ist ja alles gar nicht so schlimm – ich hab auch nicht wieder hingeguckt. Das kurze posten in der Patchworkgruppe bei FB offenbahrte mir, dass andere mit ihren benähten Fingern mit abgebrochener Nadel drin zum Notarzt mussten, also alles halb so wild, es hat nicht mal das Pflaster durchblutet, es hätte viel schlimmer sein können. Und heute morgen tut es auch nicht mehr weh und puckert nicht mehr. Bloss tippen ist noch nicht, das Pflaster hakt sich in der Tastatur fest.

Seit gestern ist es wieder am Schneien – und ich bin froh, dass ich heute frei habe und nur freiwillig raus gehe um vor Mittag zur Post zu fahren.
Am Samstag, da hatte ich einen Umschlag in der Post. Eine mir unbekannte Adresse aus D. Hm, denk ich, was ist denn das.
Und erst beim Anblick der Postkarte klickerte es: DANKE MEIKE, 1000 Dank ich hab mich ganz dolle gefreut. 🙂 Wann kriegt man schon mal so unerwartet ein Geschenk und dann auch noch was vom Lieblingsbadezusatz…Danke also auf diesem Wege, ich denke du wirst es lesen 😀

Warmer Sonnenstrahl

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