Warum ich so still bin

Irgendwas fällt halt immer hinten runter, in diesem Fall gerade das Bloggen.
Zum einen arbeite ich gerade ziemlich viel bei Stoff&Stil. Zuviel eigentlich, ich bin nämlich die meiste Zeit nur erschöpft danach.
Zum anderen haben der Mann und ich gestern den ganzen Tag an der Badplanung gesessen, weil der erste Entwurf des Rohrlegers unter aller Kritik war, er uns nicht zugehört hat und ich tippe, dass er schlecht Zeit hatte.

Außerdem ist es nämlich so, dass ich mich Mitte Mai mit einem Onlineshop selbstständig mache.
Ich werde zu anfangs nur Patchwork PreCuts verkaufen, also Jelly Rolls, fertige Stoffstreifen 40x 2,5″ oder auch Layer Cakes 10×10″, Charmpacks 5×5″ usw, sowie je zwei Basisstoffe in weiß und schwarz für Hintergründe als Meterware, sowie passende Bücher.
Später ist dann die Ausweitung auf Fanartikel geplant, Schlüsselringe, Pins, Becher, Kalender, Schmuck, Schnickschnack und Gedöns halt.

Verkauf erstmal nur innerhalb Norwegens, irgendwann dann ganzer Norden. Mehr lohnt sich m.E. wegen des hohen Versandes nicht.

Jedenfalls hab ich nun schon Tage mit technischem Krams verbracht, der Webshop wird von einer norwegischen Firma in Brasilien installiert – ich warte noch aufs Angebot. Der brauchte natürlich viele Infos, über die ich mir bisher nur begrenzt Gedanken gemacht habe.
Dazu hab e ich schon Tage mit Bezahlungslösungen verbracht (Kreditkarte kostet erstmal schon knapp 400 Eur Startgebühr, 40 Eur Monatsgebühr und dann 2,5% Transaktionsgebühr, ebenso wie Rechnungsstellung via Fremdfirma), also doch selber Rechnung stellen, das aber natürlich über ein Onlinerechnungssystem, denn ich kann nicht selber welche machen, jede Rechnung muss einzigartig sein und fortlaufende Nummern haben.
Oder auch Buchführungssurfen, denn es gibt unendlich viele Möglichkeiten, auch in Kombination mit Rechnungssystemen und in Anbindung an den Shop selbst. Ich werde nun aber wohl doch erstmal bei einer selbstgestrickten Excel-Tabelle landen, denn solange ich unter 50000 NOK Umsatz bin, brauche ich keine Mehrwertsteuer abführen.

Dann Budgetplanung, Werbung planen, Kostenaufstellungen usw. Das Budget (aus dem privaten Hauskredit geliehen)  ist bereits verdoppelt und trotzdem für 2011 schon gesprengt, was das doch alles kostet und dabei ist nicht mal irgend was Unnötiges dabei (Na gut, ich habe natürlich die Tromsö-Reise da mit reingenommen, da fahr ich ja nicht nur zum Spaß hin, sondern um mit noch zu druckenden Firmen-T-shirts und Flugblättern Reklame zu laufen.

Morgen und Übermorgen bin ich dann in Oslo/Lilleström auf der Geschenke-Einrichtungsmesse, dort treffe ich zum ersten Mal meine Lieferanten, bei zweien hab ich einen Termin, bei den anderen kann man so vorbeigehen.
Auch wieder Kosten.
Außerdem hab ich schon mal genau überlegt, was ich noch einkaufen möchte an Stoff, bzw. von welchen Produzenten, damit das nicht völlig aus dem Ruder läuft.

Jedenfalls hab ich natürlich den administrativen Aufwand unterschätzt und wieviel man gleichzeitig bedenken muss, selbst wenn man nur als kleines Webshöpchen nebenbei starten möchte. Ist irgendwie trotzdem nicht anders, als wenn man groß startet, so hauptberuflich. Nur, dass ich zwar nen Haufen Geld verlieren kann – genauer gesagt die ca. 5000 Euro die ich mir vom Gemeinschaftsvermögen leihe, aber nicht völlig ruiniert bin wenn es schief gehen sollte.

Aber das wird schon. Und jetzt…fahr ich mal zur Arbeit.

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