Wie es mir so geht

Ich bin natürlich schon wieder eine Woche nicht mehr allein, der Herzliebste schon lange wieder da. Den Großteil des Tages arbeite ich hochkonzentriert. Kunden sind da eine nette Entspannung zwischendurch.
Der Tag beginnt mit dem Checken des neuen Shops, ob da Bestellungen sind. Der alte ist endlich gelöscht. Dann das fertig machen und vor 11h noch schnell den Gang zur Post. Wenn keine Bestellungen, dann Finanzen (mit entsprechendem Bauchdrücken) oder vorbereitene Buchhaltung oder irgendeine andere Papieraufgabe wie dem aktualisieren der Warenwirtschaft.
Um 11 Uhr aufschließen, dann in den Computer versinken. Facebook mehr oder weniger in Echtzeit folgen, da sind ein paar sehr aktive große Gruppen für die die Nähen. Vorige Woche habe ich angesichts des 500. Likes dreimal einen Meter Stoff verlost und das dort geteilt. Nach der Aktion habe ich jetzt 650 die Stoffdronning ‚mögen‘. Wenn das mal keine geglückte Direktwerbung war, lol. Jetzt muss ich nur was draus machen, aber da hängt es gerade.
Hauptsächlich bin ich aber damit beschäftigt,  Waren in den Shop zu legen. Ich sehe natürlich nur alles, was noch nicht markiert ist inmeiner Warenliste, aber es wird. Patchwork war gerade fertig, es sind aber neue Ballen gekommen gestern hrmpf.

Mode ist noch einiges, vor allem Jersey, aber in erster Linie fülle ich noch leere Kategorien und versuche, das Ganze so übersichtlich wie möglich zu machen.
Was mir den totalen Nerv raubt und einfach nur grottenlangweilig weil aufwändig ist: die Schnittmuster in den Shop tun. Ich habe gerade die erste Kiste von vieren mit den dänischen Stof2000-Mustern durch, macht ca. 20 Stück. Immerhin muss ich nicht viel selber erfinden, ich darf Bilder und Text kopieren.  Aber es ist trotzdem schweineviel Arbeit und dementsprechend müde und kaputt bin ich, wenn ich gegen 19h Zuhause aufschlage.

Ich versuche gerade einen Wochenplan fürs Abendessen einzuführen,  er Mann ist nur widerwillig dabei, von wegen so wenig spontan und woher soll er Sonntag wissen worauf er Mittwoch Appetit hat.
Mein Gegenargument ist, dass ich abends wenn ich nach Hause komme, keinen Nerv mehr habe mir zu überlegen,  was ich denn wohl essen will. Geschweige denn zu gucken, was wir noch haben und was fehlt. Und mich überraschen zu lassen, ob da wohl Essen fertig ist oder nicht.
Außerdem kann man sich ja immer noch umentscheiden wenn einem nach was anerem ist. Bloß will ich eben wissen, wann ich dran bin mit Essen machen und was ich dann machen muss.
Mal gucken wie lange das anhält, mir gefällt das ziemlich gut. Wir essen jetzt nämlich auch eher, statt dass keiner Lust hat was zu machen und es dann 21 h ist bis was zu essen auf dem Tisch steht.

Danach versuche ich mich noch etwas zum Nähen aufzuraffen. Auf dem Plan steht X-mas-Deko für das eine Fenster – eine lange Gardine, drei Kissen und noch ein bisschen Kleinkram, das Kleid für die halbe Figur näht jemand anderes.
Dann Abschluss an einem wohltätigen Kinderquilt, da wollte ich mit Resten ein Muster ausprobieren, ist aber nicht so doll geworden wie ich mir gedacht habe, daher verschenken, irgendeinem Kind gefällt er bestimmt, bunt genug ist er. Und dann, naja, ich hatte mir in den Kopf gesetzt für das eine Ladenfenster mit einer schmalen JellyRoll in Weihnachtsstoffen einen kleinen Lonestar nach einem Muster von FigTre zu machen…damit schlage ich mich gerade herum und bin vorherrschend am Fluchen, weil ich dauernd und trotz aller Kontrolle jede dritte Naht wieder auftrenne. SO ein elendes Gefummel! Echt für geduldige Fortgeschrittene, ergo nicht für mich. Aber fertig soll es werden. Grrrr.
Noch Bezahltischsets für des Mannes Mutter, da fehlt nur noch die Rückseite,  die werden nur gewendet.
Dann will ich noch 2 Sets Toffee Nosed Friends nähen, für den Laden als Mitnehmgeschenke, aber das eilt nicht so sehr, dafür muss ich bald das dritte Ladenfenster planen.

Letzten Sonntag habe ich drei Quilts durch die L8ngarm geschoben, davon zwei Kundenaufträge,  erholt bin ich also nicht. Dabei wollte ich Sonntags ja nicht so viel arbeiten, aber die Maschine steht eben immer noch nicht im Laden sondern zuhause.

In vier Wochen ist die Nähmesse bei Oslo. Viel zu tun, packen wir es also lieber mal sofort an, wie ungewöhnlich für mich Aufschieberin.

Hier auch das erste fertige Ladenfenster mit Vorgeschmack Weihnachten: oder auch nicht, ich komm gerade nicht auf Dropbox.
Alternativ der vorletzte Quilt. Aus einer Batik-jellyroll ein schneller Streifenquilt. Die Herzen vertuschen die Anhäufung von Gelb, die ich trotz aller Planung nicht verhindern konnte. 🙂

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